Die entscheidende Frage
In einem Portfolio können eine standardisierte Anwendung, ein PL/SQL-lastiges Eigenprodukt und ein Archivsystem ganz unterschiedliche Anforderungen haben. Eine einheitliche Migrationsvorgabe kann diese Unterschiede überdecken.
Den Bestand gezielt prüfen
- Datenbanken ihren Anwendungen und fachlichen Besitzern zuordnen.
- Änderbarkeit des Anwendungscodes und Herstellerfreigaben erfassen.
- Lebenszyklus, Abhängigkeiten und betrieblichen Aufwand dokumentieren.
Das Zielbild ableiten
Bilden Sie nachvollziehbare Gruppen: zunächst stabilisieren, gezielt vereinfachen, für einen Engine-Wechsel prüfen oder geordnet ablösen. Die Reihenfolge sollte aus fachlicher Relevanz, technischer Machbarkeit und verfügbaren Ressourcen entstehen. Ein abgeschaltetes Altsystem kann einen anderen Nutzen liefern als eine aufwendig portierte Anwendung.
Ein konkreter Prüfschritt
Ein Portfolio-Blatt pro Anwendung sollte Ziel, Verantwortlichen, Änderbarkeit, kritische Abhängigkeiten und nächsten Nachweis enthalten. Damit werden technische Befunde für eine übergreifende Planung vergleichbar.
Vor der Freigabe nachweisen
- Prioritäten mit fachlichen Verantwortlichen bestätigen.
- Gemeinsam genutzte Daten und Schnittstellen berücksichtigen.
- Abhängigkeiten zu bevorstehenden Anwendungsänderungen prüfen.
- Entscheidungen bei neuen Erkenntnissen nachvollziehbar aktualisieren.
Originalquellen & Vertiefung
Die Empfehlungen sind eine fachliche Einordnung. Konkrete Optionen hängen von Quell- und Zielversion, Rechten und Betriebsmodell ab.